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NEW BUSINESS // Das Coronavirus erreicht die Werbung

Einige Unternehmen haben das Coronavirus bereits in ihre Kampagnen einfließen lassen. In unserer aktuellen Umfrage erkundigen wir uns, wie sich das neuartige Virus aus dem chinesischen Wuhan auf die Werbebranche auswirkt. 

… Da das chinesische Virus bereits jetzt zunehmend Beachtung in der Werbung findet, steht die Frage im Raum, ob wir mit weiteren Kampagnen rechnen müssen. Sofern ja, was sollten Agenturen dann bei ihren kommunikativen Maßnahmen beachten, die sich auf das neuartige Virus beziehen? Und ist es überhaupt moralisch legitim, Covid-19 – wenn auch nur indirekt- im werblichen Umfeld zu integrieren? Wir haben Stimmen aus der Branche eingefangen (nb Redaktion):

Nils Giese, Executive Director Strategy, Saatchi & Saatchi 

„Ich persönlich hoffe, dass es keine auf Effekthascherei angelegten Kampagnen geben wird. Ich glaube jedoch, dass mich die Realität eines Besseren belehren wird und wir mehr oder minder kreative Trittbrettfahrer sehen werden. Agenturen und die von ihnen betreuten Unternehmen und Marken wären schlecht beraten, wenn sie mit der latenten und diffusen Angst der menschen spielen würden. Auch sollte auf pseudo-humoristische Wortspiele verzichtet werden. Ferner sollte sich jeder Werbungtreibende fragen: Passt das Thema wirklich zu meiner Marke? Und treffe ich tatsächlich den richtigen Ton? Ansonsten gilt der oftmals nicht beherzigte Ratschlag: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Allerdings befürchte ich, dass wir bald von Klima-Anlagen mit bestimmter Anti-Corona-Filtertechnologie hören werden oder von Reiseanbietern, die Reisen in Länder weit weg von China anpreisen. Leider.
Wenn sich jedoch Marken befähigt fühlen, ihre Reichweite und Bekanntheit dazu zu nutzen, um sachlich und eklärend (zum Beispiel Händewaschen, Hygienetipps, Übertragbarkeit und keine Ausgrenzung von Ethnien) auf ihre entsprechende Zielgruppe einzuwirken, so ist dies moralisch nicht verwerflich, sondern gesellschaftlich eher begrüßenswert.“

Der vollständige Artikel ist zu lesen in der aktuellen NEW BUSINESS Ausgabe Nr. 8 vom 17.02.2020